Lernen an der 

Gesamtschule Aldekerkstraße

Allgemein zur Gesamtschule Aldekerkstraße

Die neue Gesamtschule Aldekerkstraße  ist eine vierzügige inklusive und integrative Schule (4 Klassen pro Jahrgang) der Jahrgänge 5 bis 10 (Sekundarstufe I) und 11 bis 13 (Sekundarstufe II/Gymnasiale Oberstufe).


Die Gesamtschule ist eine Schule des längeren gemeinsamen Lernens, d.h. Kinder mit allen Schulempfehlungen werden aufgenommen, gefördert und gefordert und lernen sowohl mit- als auch voneinander.


Sie arbeitet mit Kindern und Jugendlichen aller Leistungsstärken und hält Entscheidungen für den Bildungsgang bzw. für angestrebte Abschlüsse möglichst lange offen.

Aufgrund ihres besonderen pädagogischen Konzeptes ist die neue Gesamtschule eine Schule mit einem gebundenen Ganztag.

An der Gesamtschule können alle Abschlüsse der Sekundarstufe I erreicht werden:


a)    der Hauptschulabschluss nach Klasse 9

b)    der Hauptschulabschluss nach Klasse 10

c)    der mittlere Schulabschluss (Fachoberschulreife FOR) nach Klasse 10

d)    der mittlere Schulabschluss mit Qualifikation (Fachoberschulreife mit Qualifikation    
        FORQ) nach Klasse 10, der zum Übergang in die eigene gymnasiale Oberstufe berechtigt

e)    das Fachabitur nach 12 Jahren (schulischer Teil der Fachhochschulreife)

f)     das Abitur nach 13 Jahren (allgemeine Hochschulreife)


Der Unterricht in den Klassen 5 und 6 wird im Klassenverband erteilt. Er knüpft an Unterrichtsformen und -inhalte der Grundschule an. In den Klassen 7 bis 9 öffnen sich die Lernformen. Durch die Deeper Learning Module (zukunftsorientiertes Lernen) sollen die Schülerinnen und Schüler, angeleitet in den Klassen 5 und 6, nun selbstständiger in fächer- und klassenübergreifenden Lernformen arbeiten. Je nach erreichtem Abschluss am Ende der Jahrgangsstufe 10 gehen die Schülerinnen und Schüler in die eigene gymnasiale Oberstufe über oder beginnen eine Berufsausbildung.

Die eigene gymnasiale Oberstufe der Gesamtschule Aldekerkstraße setzt den Bildungsgang der Klassen 5 bis 10 fort, so dass die Schülerinnen und Schüler an ihrer Schule das Abitur erreichen können (Allgemeine Hochschulreife). Die Oberstufe ist identisch mit der eines Gymnasiums und schließt mit einer identischen zentralen Abiturprüfung ab.

Die Gesamtschule lebt von der Vielfalt der Schülerinnen und Schüler. Sie nimmt alle Kinder auf und gestaltet Lernprozesse so, dass die Kinder und Jugendlichen miteinander und voneinander lernen.


Entscheidungen, die die Schullaufbahn bestimmen

Fächerangebot

Der Unterricht im Pflichtbereich wird in folgenden Fächern bzw. Lernbereichen erteilt: Deutsch, Gesellschaftslehre (Erdkunde, Geschichte, Wirtschaft und Politik), Englisch, eine zweite (Spanisch) und dritte Fremdsprache (Französisch), Mathematik, Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik), Technik, Wirtschaft und Politik, Hauswirtschaft, Musik und Kunst, evangelische oder katholische Religionslehre bzw. Praktische Philosophie, Informatik, Darstellen und Gestalten sowie Sport.

Wahlpflichtangebot

In der Klasse 7 setzen die Schülerinnen und Schüler erste individuelle Schwerpunkte, indem sie zusätzlich ein weiteres Fach wählen. Dieser Wahlpflichtunterricht umfasst eine zweite moderne Fremdsprache, Wirtschaft und Arbeitswelt, Informatik oder Naturwissenschaften. Zusätzlich kann die Schule den Lernbereich Darstellen und Gestalten anbieten.
Das Wahlpflichtfach nimmt für die Abschlussqualifikation der Schülerinnen und Schüler neben Deutsch, Mathematik und Englisch die Stellung eines 4. „Hauptfaches“ ein. Studien belegen, dass für Schülerinnen und Schüler über diese Möglichkeit der individuellen Schwerpunktsetzung und der damit verbundenen Lernerfolge insgesamt eine Konsolidierung des Gelernten erfolgt.

Fremdsprachenagebot

Zusätzlich zur Pflichtsprache Englisch, die in der Jahrgangsstufe 5 einsetzt, wird ab Klasse 7 die weitere moderne Fremdsprache Spanisch im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts bzw. ab Klasse 9 die Fremdsprache Französisch im Ergänzungsfach angeboten.
Mit dem Erlernen der Sprache erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit zur intensiven Auseinandersetzung mit Denk- und Lebensweisen der spanisch-sprachigen Welt über Klischees oder rein touristische Interessen hinaus. Sie erfahren Grundlegendes über Kulturräume, in denen bereits seit Jahrhunderten die interkulturelle Begegnung von besonderer Bedeutung ist und von denen die Welt wichtige Impulse erfahren hat. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln ein Bewusstsein für das wechselseitige Verhältnis zwischen Europa, Nordafrika und Hispanoamerika und gewinnen weite Einblicke in Gesellschaft, Geographie, Wirtschaft und andere Bereiche der Kulturen Spaniens und Hispanoamerikas. Sie erhalten Zugang zu dortigen aktuellen, politischen, historischen Problemstellungen, vielfaltigen Traditionen und bedeutenden literarischen Werken.
Dank der engen Beziehung zwischen Aussprache und Schrift können die Schülerinnen und Schüler beides schnell erlernen. Das rasche Meistern dieser Hürde ist ein großer Vorteil des Spanischen für deutschsprachige Lerner. Bereits vorhandene Sprachkenntnisse zum Beispiel aus dem Englischen sind außerdem von Nutzen bei der Aneignung des Wortschatzes und der Strukturen und ermöglichen einen raschen, motivierenden Lernfortschritt. 
Wir bieten Spanisch in der Sekundarstufe I im Wahlpflichtbereich und in der Sekundarstufe II als neu einsetzende Fremdsprache in der EF an.
 

Fachleistungsdiffernzierung

Um den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden, bietet die Gesamtschule in einigen Fächern unterschiedliche Fachleistungsebenen an. Im Rahmen von inklusiven Schulkonzepten liegt die Entscheidung bis zur 8. Klasse bei den Schulen, ob die Fachleistungsdifferenzierung im Rahmen von Kurszuweisungen umgesetzt wird oder ob sie binnendifferenzierend in Klassen umgesetzt wird.
Ab Klasse 7 gibt es Fachleistungsebenen in den Unterrichtsfächern Englisch und Mathematik, ab Klasse 8 oder 9 in Deutsch und ab Klasse 9 in Physik oder Chemie. Der Unterricht erfolgt bis einschließlich der 8. Klasse in der inneren Differenzierung.
Bis zur Klasse 10 können die Schülerinnen und Schüler bei entsprechender Leistung zwischen Grund- und Erweiterungsebene wechseln, in der Regel zu Beginn des Schulhalbjahres.
Flankierende Förderangebote im Bereich der Lernmodule (LeMos) stabilisieren die Leistungsebenen oder begleiten den Wechsel und ermöglichen z. B. die Aufarbeitung von Lernrückständen.

Ergänzungsstunden

Fester Bestandteil des Unterrichtsangebots sind die so genannten Ergänzungsstunden. Sie dienen vor allem der Förderung in den Fächern Deutsch und Mathematik, in den Fremdsprachen, im Lernbereich Naturwissenschaften und in dem Fach des Wahlpflichtunterrichts. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler werden in den genannten Fächern gefordert.
Die Ergänzungsstunden erfolgen in kleinen heterogenen Lerngruppen mithilfe von im Wesentlichen binnendifferenzierenden Arbeitsmethoden.  Die Sach-, Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenzen sowie die Selbstverantwortung und Kooperation der Schülerinnen und Schüler werden durch individuell angepasste Konzepte gefördert.
Der Unterricht in Klasse 5 knüpft an die Methoden des selbstständigen, eigenverantwortlichen und kooperativen Lernens der Grundschule an. Mit der diagnostischen Erfassung der Lernausgangslagen können Unterrichtsprogramme und individuelle Fördermaßnahmen passgenau im Rahmen der Lernmodulstunden umgesetzt werden. Kurzfristige Rückmeldungen der Lernentwicklung in Form eines Lerntagebuches, auch unterstützt durch die neuen Medien z. B. in „Schulclouds“, ermöglichen die fortwährend individuelle Ausrichtung der Programme und stärken die Selbstverantwortung und Selbstwirksamkeit bei den Schülerinnen und Schülern.
Vorrangiges Unterrichtskonzept ist das „Lernen in Gemeinschaft“ (binnendifferenzierter Unterricht), das variiert und ergänzt wird mit Formen paralleler, klassenübergreifender Förder-, Niveau- und Interessengruppen (außendifferenzierter Unterricht).
Die Zeugnisse enthalten Noten sowie Kurzbeschreibungen der erreichten Kompetenzstufe in den Kernfächern sowie die Beschreibung besonderer Leistungen, z.B. in Projekten und für besonderes Engagement. Dabei versucht die Gesamtschule Lernportfolios zu entwickeln, die eine übergreifende Entwicklung von Kompetenzen der einzelnen Schülerinnen und Schüler darstellt. Gerade im Umgang mit zieldifferenten Schülerinnen und Schülern sind Plan- und Entwicklungsgespräche und Dokumentationen im „Roten Faden Inklusion“ bereits vorgesehen. Es soll nun versucht werden diese Betrachtungsweise auf alle Schülerinnen und Schüler anzuwenden. Hierfür bedarf es aber noch einer gründlichen Überlegung, wie dies formal z.B. über Schildweb etabliert werden kann.
Die Zusammenarbeit mit Jugendhilfe, Kultur, Sport und weiteren Partnern ist zentrale Grundlage für eine vielfältige Programmgestaltung im Ganztag. Bei der Ausgestaltung des Angebotes werden sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch die Eltern beteiligt.
In der angesetzten Mittagspause können die Schülerinnen und Schüler mit Lehrkräften und außerschulischen Anbietern ein gesundes Mittagessen zu sich nehmen, sich zurückziehen, sich bewegen, spielen und weitere Angebote einer aktiven Pause wählen.
Diesen allgemeinen Rahmen für eine Gesamtschule wird die neue Gesamtschule Aldekerkstraße auf der Basis des von der Konzeptgruppe entwickelten Leitbildes, wie in den folgenden Kapiteln des Rahmenkonzeptes dargelegt, umsetzen.